Achtsam durch die Berge
Nachhaltigkeit #3

Achtsam durch die Berge
Nachhaltigkeit #3

Die heile Bergwelt der Alpen steht mehr und mehr unter Druck. Im Zuge des modernen Massentourismus streben Sommer wie Winter erholungsuchende Urlauber in die Berge.

Auch wenn zahlreiche Regionen mittlerweile auf sanften Tourismus setzen ist es vielerorts immer noch oberste Priorität die Nächtigungszahlen des Vorjahres möglichst zu übertreffen. Das ist aus wirtschaftlicher Sicht nachvollziehbar zumal der Tourismus für viele Regionen die Haupteinnahmequelle darstellt. Trotzdem stellt sich die Frage wie lange der Alpenraum dem Druck aus Tourismus und Klimawandel noch standhalten kann.

Was also kann der Einzelne tun um die Natur in den Bergen zu schützen?

Der Weg ist das Ziel

Umweltschutz beginnt schon bei der Anreise und wenn es Dir möglich ist verzichte bei der Anreise auf das eigene Auto und nimm stattdessen Bahn oder Bus. Damit sparst du schnell mal bis zu 50 % an Treibhausgas-Emissionen. Bahnfahren macht zudem Spaß, ist entspannt und der Urlaub beginnt für dich in dem Moment in dem der Zug abfährt! Zahlreiche spezielle Wanderführer helfen Dir bei der Planung und auch www.bahn-zum-berg.at hat viele tolle Touren parat bei denen das Auto in der Garage bleiben kann.

Mehr ist weniger

Desto länger du bleibst, desto besser fällt die Klimabilanz auf deinen gesamten Aufenthalt bezogen aus. Das gilt natürlich erst recht wenn die Anreise besonders lange dauert. Zugleich bietet dir das auch die Möglichkeit endlich die die Mehrtages-Hüttentour in Angriff zu nehmen von der du schon so lange träumst. Also gönn Dir doch einen Tag extra. Du hast ihn Dir verdient.

Sven D / Unsplash
Sven D / Unsplash

Lass nichts zurück

Stichwort Verrottungszeiten. Dass es völlig indiskutabel ist Plastik oder Metall in der Natur einfach wegzuwerfen versteht sich von selbst. Aber hat nicht so manch einer von uns schon mal etwas Organisches ohne böse Hintergedanken hinter dem nächsten Busch „entsorgt“? Aus den Augen aus dem Sinn möchte man meinen und trotzdem gänzlich falsch. Denn selbst die gemeine Bananenschale braucht 1-3 Jahre bis sie komplett verrottet ist, der Kaugummi den ihr neben den Weg ausspuckt wartet nach 5 Jahren auch noch darauf dass ihn einer wegräumt und das Taschentuch leistet ihm dabei Gesellschafft. Also: Lass nichts zurück. Mehr Infos zu den Verrottungszeiten hat der Alpenverein.

Nicht vom rechten Weg abkommen

Auch wenn der Abschneider durch den Jungwald vielleicht wertvolle Minuten spart und der schnelle Abstieg über das Geröllfeld zu verlockend scheint, bleib auf den markierten Wegen. Du schützt so die Böden vor Erosion und die Lebensräume von Tieren und Pflanzen.

Wissen ist Macht

Einer der sich seit vielen Jahren schon seine Gedanken zum richtigen Umgang mit den Bergen macht ist Reinhold Messner. Der Extrembergsteiger und Autor wird 75 und pünktlich zu seinem Geburtstag ist nun sein kämpferisches Plädoyer „Rettet die Berge“ erschienen. Darin beschreibt er „wie das Zusammenspiel von Stadt und Land, Berg und Tal, Mensch und Natur funktioniert und was wir tun müssen, um die grandiose Landschaft und den einzigartigen Lebensraum der Gebirge für nachfolgende Generationen zu erhalten.“

Reinhold Messner - Rettet die Berge
Reinhold Messner – Rettet die Berge

 

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